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Wordpress konfigurieren - Allgemein

Nachdem wir uns erfolgreich mit WordPress installieren beschäftigt haben, widmen wir uns den wichtigsten Einstellungen, die direkt zu Beginn vorgenommen werden sollten. Zum einen gilt es, die Webseite entsprechend abzusichern, zum anderen eine saubere Basis für eine stabile und performante Verfügbarkeit zu sorgen. Schauen wir uns die Schritte zum Thema “WordPress konfigurieren” im Einzelnen an.

WordPress konfigurieren – Dashboard

Nach erfolgreichem Login zeigt uns das Dashboard bereits eine Vielzahl an Informationen. Neben dem Menü auf der linken Seite gibt es einige Bereiche im rechten Fentser, die uns mehr oder weniger wichtige Informationen zeigen. Installiert man weitere Plugins, kann die Anzahl an Bereichen extrem gross werden und man tut gut daran, hier ein wenig aufzuräumen.

Hierzu kann man rechts oben auf “Ansicht anpassen” klicken und bekommt eine Auswahl an Informationen angezeigt, die mittels Deaktivieren der Kontrollkästchen einschränkbar, aber auch jederzeit wieder aktivierbar ist. Ebenfalls kann man die einzelnen Bereiche rechts im Fenster jederzeit mittels Drag & Drop verschieben. Diese Einstellungen gelten pro Benutzer, sind somit  personalisierbar.

Wordpress konfigurieren - Dashboard

WordPress konfigurieren – Allgemein

WordPress konfigurieren - Allgemeine Einstellungen

Die meisten Grundeinstellungen sind selbsterklärend. Wichtig ist, sie sich genau anzuschauen. Der Titel der Webseite ist zwar “nur” ein kurzer Text, aber er spielt besonders für Unternehmen in Bezug auf Google eine wichtige Rolle: als wichtiger Ranking-Faktor. Auf dieses Thema werde ich in einem weiteren Beitrag noch eingehen.

Hier sei die Empfehlung ausgesprochen, innerhalb des Titels einen Begriff anzugeben, der die eigene Tätigkeit beschreibt. Das Gleiche gilt für den Untertitel. Ein Friseur zum Beispiel kann etwas schreiben wie: Jonathan Meier – Ihr Friseur in Zürich. Und dann als Untertitel zum Beispiel: Frisuren nach Mass, für Frau und Mann. Der Titel sollte nicht zu kurz und nicht zu lang sein. EIne Länge von 30-55 Buchstaben (inklusive Leerzeichen) gilt als optimal. Bis zu 70 Zeichen im Titel und 175 Zeichen im Untertitel sind auch noch möglich, aber nicht wirklich zu empfehlen.

Etwas verwirrend können die nächsten beiden Felder sein: WordPress-Adresse (URL) und Website Adresse (URL). Die WordPress-Adresse verweist auf die Adresse, wo deine Dateien liegen. Das ist ausgehend von der Ordnerstruktur, die du dir bei deinem Provider entsprechend angelegt hast. Hast du bei der Installation alles richtig gemacht und in den Ordner nur die Dateien und nicht den ganzen Ordner wordpress (inklusive dem Ordner) kopiert, dann ist das Verzeichnis nur der Domainname (wie im Bild). Hast du aber den ganzen wordpress-Ordner kopiert, dann musst du hier http://<domainname>/wordpress eintragen. Die Website-Adresse ist die Adresse, unter der die Webseite aufgerufen werden soll. Da steht normalerweise http://<domainname>.

Die weiteren Einstellungen auf der Seite sind sehr intuitiv, sie brauchen hier nicht besonders erläutert zu werden. Wichtig ist noch, eine gültige Mailadresse anzugeben, so dass du jederzeit Meldungen vom System erhalten kannst.

WordPress konfigurieren – Diskussion

Die Einstellungen “Schreiben” und “Lesen” überspringen wir, da sie für den Moment noch keine wichtigen Einstellungen bieten. Im Bereich Diskussion können wir konfigurieren, wie Besucher unserer Webseite mit uns über Kommentare zu Beiträgen oder Seiten kommunizieren können. Schau dir die Einstellungen genau an und entscheide selber, was du setzen möchtest. Hier ein paar Entscheidungshilfen:

  1. Wenn du gutes Marketing für deine Webseite betreiben möchtest, dann solltest du die Menschen mit dir kommunizieren lassen. Sinnvolle Kommentare sind auch für Google ein Ranking-Merkmal und helfen deiner Page, in den Plätzen nach oben zu steigen.
  2. Kommentare können durchaus “lästig” sein. Aber nicht die, welche echt sind, sondern leider meist solche, die automatisiert durch diverse Menschengruppen verbreitet werden, um Viagra oder andere Dinge zu verkaufen. Oder einfach nur Traffic auf eine Webseite erzeugen wollen. Das hat in den letzten Jahren extrem zugenommen und so verdirbt es einem immer mal wieder die Laune an der Kommentierfunktion.
  3. Das Erschweren durch Registrierung, hinterlassen von Daten oder die Überwachung durch manuelles genehmigen von Kommentaren hält die Seite entsprechend “sauber”. Baut aber leider auch eine Hürde für die auf, die es gut mit dir meinen. Wer registriert sich schon gerne auf einer Seite, nur um sagen zu wollen, dass ein Artikel geholfen hat?!

Fazit: Es ist ein kleines Dilemma. Sicherheitsgefühl gegen Marketing-Möglkichkeiten. Diesen Konflikt muss leider jeder mit sich selber austragen. Ich empfehle, Kommentieren nur mit Hinterlassen von Name und Mail zu akzeptieren und die Kommentare manuell zu genehmigen. Dies sind die gelb markierten Einstellungen. Dann entsprechend schauen was passiert. Mit einem Sicherheits-Plugin, welches ich in einem anderen Beitrag noch vorstelle, werden aggressive Spamer schnell geblockt und die Anzahl der zu prüfenden Kommentare sollte am Anfang nicht zu gross sein. Durch einfache Änderungen der Optionen kann man dies jederzeit nach Bedarf wieder anpassen.

Wordpress konfigurieren - Dashboard

WordPress konfigurieren – Mediathek

WordPress konfigurieren - Allgemeine Einstellungen

Die nächste Einstellung betrifft alle Medien, die irgendwann hochgeladen werden. Bilder werden beim Upload automatisch in verschiedenen Formaten gespeichert. Welche das sind, sind in diesem Bereich einstellbar. Da wir vor dieser Einstellung ungefähr wissen sollten, welche Formate wir brauchen, lassen wir diese Optionen noch wie sie sind.

Wichtig ist das Deaktivieren der Speicherung in monatlichen Unterordnern. Spätestens wenn man das erste Mal Dateien auf dem FTP Server sucht, merkt man, dass diese Option eher hinderlich, als nützlich ist.

WordPress konfigurieren – Permalinks

Eine der wichtigsten Einstellungen, bevor mit aktivem Inhalt gearbeitet wird, ist die Konfiguration der sogenannten Permalinks. Permalinks sind die durch neue Beiträge entstehenden Urls. Während diese aus technischen Aspekten her nicht ganz  so von Bedeutung sind, haben Sie eine immense Auswirkung auf die “Welt draussen” und damit auch auf Google und der Auffindbarkeit einer Webseite.

Für Suchmaschinen – und in zweiter Instanz für die Lesbarkeit durch Menschen – spielt die URL eine übergeordnete Rolle. Nehmen wir zum Beispiel einen Artikel, der unter http://<meine-webseite>/?p=7656 aufzufinden ist und vergleichen ihn mit der Url http://<meine-webseite>/?angebote-friseurbedarf, kann man sofort erkennen, dass die zweite URL wesentlich bessere Informationen liefert, als lediglich eine Nummer. Nach diesem Muster arbeiten auch Suchmaschinen wie Google und stufen Webseiten mit sprechenden Urls durchaus höher ein (was natürlich nur einer von vielen Faktoren im Rankingmodell ist).

Warum sollte man diese Permalinks definieren, bevor man beginnt? Artikel, die einmal geschrieben sind, werden durch Suchmaschinen registriert und eventuell auch hier und dort verlinkt. Werden später Links, oder auch die Linkstruktur verändert, kann dies zu toten Verweisen führen. Als Grundeinstellung empfehle ich daher (bis auf einige Ausnahmefälle wir Pressedienste, etc.) die Wahl “Beitragsname“.

WordPress konfigurieren - Permalinks

Fazit: WordPress konfigurieren – so einfach geht’s! Die hier definierten Grundeinstellungen sollten im Vorab durchgeführt werden, um spätere Umstellungen und negative Seiteneffekte zu vermeiden. Die Beschreibungen sind teilweise intuitiv, alles was etwas “speziell” ist, sollte in diesem Beitrag beschrieben sein.

Im nächsten Beitrag geht es um das Handling von Themes und Plugins, sowie das “säubern” und die kontinuierliche Sauberhaltung der Umgebung.