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Wordpress installieren

WordPress installieren? Das hört sich einfach an. Ist es auch. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir das CMS System auf einem lokalen Rechner, oder direkt bei einem Provider installieren. Die meisten Anbieter, auf denen wir unsere Domains hosten, bieten eine einfache Installation von WordPress an. Das weiss man dann aber nicht genau, was im Hintergrund passiert und wer seine Webseite “beherrschen” will, der sollte wenigstens die Grundlagen der Installation kennen.

Die folgende Bildstrecke beschreibt die Installation von WordPress Schritt für Schritt. Sollte etwas elementares fehlen, oder jemand anderer Meinung sein, freue ich mich über jeden Kommentar. Danke. Ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert entsprechend dessen Ansicht.

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Installationsdateien WordPress

Die jeweils aktuellen Installationsdateien von WordPress bekommt man in bis zu 51 Sprachen unter folgender URL: Download

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FTP Programm

Ein kostenloses FTP-Programm wie zum Beispiel FileZilla: Download

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Text Editor

Für allfällige Dateiänderungen einen guten kostenlosen Editor, wie z.B. Notepad++: Download

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Zugangsdaten

Um entsprechend auf den Bereich des Providers zugreifen zu können, benötigt man die Zugangsdaten des FTP-Accounts. Des Weiteren wird bei einem Provider normalerweise die Datenbank vorher angelegt, dafür sollte es einen eigenen Menüpunkt in der Administrationsoberfläche geben.

Wer WordPress lokal auf seinem Server installieren will, der sollte dann (bei Windows) das sogenannte WAMP Paket herunterladen: Download. Hierin befindet sich dann bereits alles, was man zur Installation benötigt. Wamp steht für Windows, Apache, MySQL und PHP.

Wordpress installieren - die Tools
Wordpress installieren - Komponenten

WordPress installieren – Vorbereitung

Wordpress installieren - Pfade angeben

Schritt 1

Zuerst muss beim Provider ein Ordner angelegt und mit der Domain verknüpft werden (wenn noch nicht vorhanden). Der Vorgang hierzu variiert von Anbieter zu Anbieter, das Beispiel hier ist von all-inkl.com (Infos zu all-inkl.com).

Wenn möglich, sollte PHP 7.0 oder grösser als PHP-Version eingestellt sein. Ein entsprechender FTP-Zugriff für den Datentransfer vom lokalen Rechner zum sogenannten Webspace muss eingerichtet werden. Auch dieser Vorgang hängt stark von der Konfigurations-Oberfläche des gewählten Anbieters ab.

Schritt 2

Nach dem Download von WordPress müssen die Daten zuerst aus der Zip-Datei entpackt werden. Wichtig dabei ist, die Ordnerstruktur innerhalb des Zips zu erhalten, was die meisten Entpackungsprogramme bereits von sich aus tun. Nach dem Entpacken entsteht am gewählten Speicherort ein Ordner namens wordpress. Öffnet man den Ordner, werden im FTP Programm die Dateien angezeigt. Inklusive Ordnern und Dateien in allen Ordnern besteht WordPress aus mehr als 1.600 Elementen.

Bevor nun der Inhalt auf den Server kopiert wird, sollte der Ordner auf dem Server zuerst geleert werden. Vor allem dann, wenn sich dort z.B. noch eine index.html oder index.htm Datei befindet. Webserver priorisieren im Normalfall htm/html-Dateien vor PHP-Dateien und falls noch eine index.html Datei auf dem Server vorhanden ist, wird die index.php nicht aufgerufen.

Aber auch so gilt die Praxis, dass man am Besten mit einer sauberen Installation beginnt. Zwar können Dateien auch überschrieben werden, das bedeutet aber nicht, dass “alte Relikte” die ein oder andere ungewünschte Situation hervorrufen können. Legt man auf dem Server eine Domain an, kann es durchaus sein, dass der Provider bereits Ordner (z.B. Usage, etc.) automatisch im Verzeichnis anlegt. Diese können natürlich gerne bestehen bleiben.

Ist der Ordner auf dem Server aufgeräumt, können die Dateien entsprechend kopiert werden. Je nach FTP-Programm kann man alle markieren und mittels Drag & Drop ins andere Fenster ziehen, oder es gibt eine Tastenkombination dafür. Es sollte darauf geachtet werden, dass wirklich alle Dateien kopiert wurden. Zur Kontrolle kann man die Ordnergrösse vergleichen oder bekommt die Anzahl der Dateien auf beiden Seiten angezeigt.

Der FTP-Teil der Installation ist damit beendet, das Programm kann entsprechend geschlossen werden.

 

Wordpress installieren - Dateien kopieren
Wordpress installieren - Dateien kopieren

WordPress installieren – Dialoge

Wordpress installieren - Setup durchführen

Schritt 3

Öffnet man den Browser (ich empfehle Chrome oder Firefox zu verwenden) und gibt die Url seiner Seite ein, erscheint folgender Dialog. Sollte dieser nicht erscheinen, sondern eine leere Seite oder z.B. eine “alte Ansicht”, drückt man gleichzeitig die Tasten Strg + F5 (bzw. Ctrl + F5) oder gibt folgende Url hinter den Domainnamen ein: /wp-admin (Beispiel: http://meine-seite.ch/wp-admin).

Hat man bei der Installation zum Beispiel aus Versehen den Ordner wordpress anstatt nur den Inhalt kopiert, ist ein “Unterpfad” entstanden und die Url würde lauten: http://meine-seite.ch/wordpress/wp-admin. Hier empfehle ich dann, die Dateien noch einmal zu kopieren. Eine Domain sollte im Normalfall direkt unter dem beim Provider eingerichteten Pfad aufrufbar sein (Ausnahmen gibt es natürlich).

Erscheint der Dialog, kann man getrost auf “Los geht’s” klicken.

Schritt 4

Der Dialog fordert nun zur Eingabe der Datenbankinformationen auf. WordPress läuft im Hintergrund in den meisten Fällen auf MySql. Die Datenbank kann man vorab erstellen, die meisten Provider bieten hierzu in der Administrationsoberfläche entsprechende Optionen an. Wichtig ist, dass man den richtigen Datenbanknamen, Benutzer und das richtige Passwort für diesen Zugriff nimmt.

Man braucht später als “normaler” Webseiten-Besitzer eigentlich nicht direkt auf die Datenbank zuzugreifen. Wenn möglich, sollte man also ein sehr sicheres Passwort verwenden und dieses dann gut weglegen. Der Dialog verlangt hier die Eingabe des Passwortes für die Datenbank, das hat nichts mit dem Zugriff später auf die Verwaltungsoberfläche von WordPress zu tun. Daher sollte es auf keinen Fall mit dem Passwort des späteren Logins auf die Webseite übereinstimmen!

In den meisten Fällen kann man localhost als Datenbank-Host stehen lassen. Sollte der Provider dort etwas anderes vorsehen, kann man sich die Informationen hierzu bestimmt dort erfragen. Stimmt alles überein, bekommt man eine Erfolgsmeldung und kann getrost auf “Installation ausführen” klicken. Ist eine der angegebenen Informationen falsch, bekommt man dies entsprechend angezeigt und muss es nochmal probieren.

Sobald die Erfolgsmeldung kommt, ist die Webseite bereit, erstellt zu werden. Auf “Installation ausführen” klicken.

 

Wordpress installieren - Datenbank
Wordpress installieren - Datenbank

WordPress installieren – Abschluss

Wordpress installieren - Abschluss
Wordpress installieren - Erfolgreich

Schritt 5

Wir nähern uns mit grossen Schritten dem Ziel und es bleibt, ein paar Informationen über die Webseite festzulegen, den Administratoren-Account zu erstellen und eine Mailadresse zu hinterlegen.

Alleine den ersten Abschnitt unter “Willkommen” zu lesen motiviert extrem. Aber bevor wir zu euphorisch werden, sollte auf folgendes auf jeden Fall noch geachtet werden: Der Benutzername und das Passwort.

Täglich werden durch automatisierte Angriffe Millionen von Webseiten angegangen. Bei diesen sogenannten Brute-Force-Attacken werden zu allererst die “üblichen Verdächtigen” genutzt. Das sind bekannte Urls, typische Adminstratoren-Namen wie Admin oder Administrator und natürlich einfach zu merkende Passwörter. Daher sollte man auf jeden Fall vermeiden, diesen Attacken eine grosse Angriffsfläche zu bieten. Wie wir die allseits bekannte Login Url für WordPress-Seiten verstecken, erfahrt ihr in einem anderen Blogbeitrag.

Der Benutzername selber sollte daher auf keinen Fall einfach sein und das Passwort sehr sicher. Versuche Admin oder Administrator zu vermeiden und nimm auch nicht deinen einfachen Namen. Ich selber kombiniere immer etwas mit meinem Namen, einem Kürzel und einer beliebigen Zahl. Zum Beispiel so etwas wie adm_stefan_8649 oder ähnlich. Das Passwort hat bei mir immer mindestens 10-12 Zeichen und besteht aus keinerlei zusammenhängender Begriffe. Ich nutze dafür zum Beispiel so etwas wie einen Passwort-Generator (Beispiel: Passwort Generator).

Wenn man diese einfachen Dinge beachtet, macht man es potentiellen Angreifern bereits viel schwieriger.

Nachdem man alle Angaben ausgefüllt hat und auf “WordPress installieren” klickt, dauert es nur ein paar Sekunden und WordPress ist fertig installiert. Man bekommt eine Erfolgsmeldung, wird zum Anmeldebildschirm weitergeleitet und gelangt zum sogenannten Dashboard, dem Herzstück der neuen Webseite. Glückwunsch!

Das kleinste Stück Arbeit ist getan, denn nun beginnt die Konfiguration und das Erstellen des Inhaltes. Darum kümmern wir uns in weiteren Beiträgen, wie zum Beispiel im Artikel über wichtige Einstellungen. Bis bald.

Wordpress installieren - Dashboard

Das Dashboard ist das Herzstück von WordPress. Hierüber wird die neue Webseite administriert.

Wordpress installieren - Template

Jedes Jahr bietet WordPress ein kostenloses Standardtemplate. Dieses ist Twenty Seventeen.